Letzter Ritt von Joachim Ringelnatz

Ein Mädchen ritt
Ihren Schimmel
Zum Schlachter
Im Schritt
Nach dem Städtchen.
Gott regnete
Und segnete
Das traurige Mädchen.
 
Da vergoß es
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Eine Träne
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In die Mähne
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Des Rosses
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Und ritt weiter hin.
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Als der Schlachtersknecht,
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Etwas angezecht,
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Jener Reiterin
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Guten Morgen bot,
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War sie tot.
 
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Ein Gewitter
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Brach vom Himmel.
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Und der Schimmel
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Schmeckte bitter.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Letzter Ritt“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
22
Anzahl Wörter
56
Entstehungsjahr
1928
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Letzter Ritt“ des Autors Joachim Ringelnatz. Der Autor Joachim Ringelnatz wurde 1883 in Wurzen geboren. Im Jahr 1928 ist das Gedicht entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Der Schriftsteller Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das 56 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 22 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Weitere Werke des Dichters Joachim Ringelnatz sind „Abermals in Zwickau“, „Abgesehen von der Profitlüge“ und „Abglanz“. Zum Autor des Gedichtes „Letzter Ritt“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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