Leere Nacht von Joachim Ringelnatz

Es ließ ein Huhn sich braten.
Ich roch es. Doch es lockte nicht.
Mich grüßten zwei Soldaten.
Sie hatten kein Gesicht.
 
Ich schritt an Licht und Scheinen
Vorbei. Und schritt. Und schritt vorbei.
Ich sah ein Mädchen weinen.
Doch meine Brille ging entzwei.
 
Ein Bogen strich die Geige.
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Und Stumme tranken Luft.
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Mich streiften nasse Zweige.
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Und irgend jemand sagte „Schuft“.
 
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Bin beinah überfahren.
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Das Auto hat mich ausgelacht.
 
15 
Wo meine Freunde wohl waren
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In dieser gottvergessenen Nacht?
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Leere Nacht“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
78
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Leere Nacht“ des Autors Joachim Ringelnatz. Der Autor Joachim Ringelnatz wurde 1883 in Wurzen geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1933 entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Moderne oder Expressionismus zuordnen. Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das vorliegende Gedicht umfasst 78 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Joachim Ringelnatz sind „Abschied von Renée“, „Abschiedsworte an Pellka“ und „Afrikanisches Duell“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Leere Nacht“ weitere 560 Gedichte vor.

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