Kammer-Kummer von Joachim Ringelnatz

Es äugt ein Wunsch aus mir nach der Uhr.
Der lauscht auf Briefträgerschritte
Und murmelt unaufhörlich nur
Das Wort „bitte, bitte“.
 
Sich schämend richtet sein Gebet
Die Ohren nach der Klingel.
Ein Brief soll läuten. Darauf steht:
„An Herrn Joachim Ringel — —“
 
Ha! Klingelt schon! Und kommt ein Brief. — —
 
10 
Nicht der, den ich wollte lesen.
 
11 
Einschlafende Hoffnung atmet tief,
12 
Träumt ab, was niemals gewesen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Kammer-Kummer“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
63
Entstehungsjahr
1932
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Kammer-Kummer“ des Autors Joachim Ringelnatz. Im Jahr 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Im Jahr 1932 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Moderne oder Expressionismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 63 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Joachim Ringelnatz sind „Afrikanisches Duell“, „Alone“ und „Alte Winkelmauer“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Kammer-Kummer“ weitere 560 Gedichte vor.

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