In der Stadtbahn von Klabund

Ein feiles Mädchen, schön und aufgetakelt,
ihr gegenüber, grün und unbemakelt,
ein Jüngling, dessen Hände sanft behüten
zwei Veilchensträußchen in den Seidendüten.
Sie sieht ihn an. Er lächelt traurig blöde:
Mein Gott, wie wird das heute wieder öde
bei Tante Linchen, die Geburtstag feiert. –
 
Die Dame hat sich nunmehr ganz entschleiert.
Da ist er hingerissen, starrt ein Weilchen,
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und reicht ihr wortlos alle seine Veilchen.
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Nun hat er nichts, für Tante kein Präsent …
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Er wundert sich – das schöne Fräulein flennt:
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Und ihre blassen Tränen auf die blauen
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Märzveilchen wie Gelübde niedertauen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „In der Stadtbahn“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
91
Entstehungsjahr
1927
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „In der Stadtbahn“ des Autors Klabund. Klabund wurde im Jahr 1890 in Crossen an der Oder geboren. 1927 ist das Gedicht entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zugeordnet werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 2 Strophen und umfasst dabei 91 Worte. Klabund ist auch der Autor für Gedichte wie „Bauz“, „Berliner Ballade“ und „Berliner Mittelstandsbegräbnis“. Zum Autor des Gedichtes „In der Stadtbahn“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 139 Gedichte vor.

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