Im Friedrichshain von Heinrich Kämpchen

Die Luft ist feucht, der Märzwind weht,
Der frische Wind im Märzen,
Und wer die Gräberstatt begeht,
Dem brennt es heiß im Herzen. –
 
Sie liegen da in langen Reih’n,
Umhegt von Totenbäumen,
Mit dem zerschossenen Gebein
Und mit den Freiheitsträumen. –
 
Sie wittern wieder Märzenluft
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Und wundern sich im Stillen,
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Daß immer noch an ihrer Gruft
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Die Eulenrufe schrillen. –
 
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Daß immer noch der Freiheit Ton
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Sich stumm und scheu muß bergen,
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Daß immer noch die Reaktion
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Fortherrscht mit ihren Schergen.
 
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Sie horchen scharf in stiller Gruft,
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Die großen Augen offen –
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Doch, wittern sie auch Märzenluft,
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Umsonst ist noch ihr Hoffen. –
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Im Friedrichshain“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
100
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Im Friedrichshain“ des Autors Heinrich Kämpchen. Der Autor Heinrich Kämpchen wurde 1847 in Altendorf an der Ruhr geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1909 zurück. Erschienen ist der Text in Bochum. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das vorliegende Gedicht umfasst 100 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 20 Versen. Heinrich Kämpchen ist auch der Autor für Gedichte wie „Am Gemündener Maar“, „Am Grabe der Mutter“ und „Am Kochbrunnen in Wiesbaden“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Im Friedrichshain“ weitere 165 Gedichte vor.

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