Im Erkerstübchen von Rainer Maria Rilke

Nicht zu sehn das Alltagstreiben,
flieh ich – wie wenn ich ein Strauß wär –
in das alte, alte Haus her;
lang dann seh ich nicht hinaus mehr
durch die breit verbleiten Scheiben.
 
Schlichtheit war der Väter Aussaat,
Glück die Frucht, die sie gefunden;
sitz so träumend manche Stunden
dort im Polsterstuhl, im runden,
10 
mitten in Urväterhausrat.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.7 KB)

Details zum Gedicht „Im Erkerstübchen“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
10
Anzahl Wörter
55
Entstehungsjahr
nach 1891
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Im Erkerstübchen“ ist Rainer Maria Rilke. Im Jahr 1875 wurde Rilke in Prag geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1891 und 1926. Frankfurt am Main ist der Erscheinungsort des Textes. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 55 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 10 Versen mit insgesamt 2 Strophen. Weitere Werke des Dichters Rainer Maria Rilke sind „Allerseelen“, „Als ich die Universität bezog“ und „Am Kirchhof zu Königsaal“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Im Erkerstübchen“ weitere 337 Gedichte vor.

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