Hinab von Heinrich Kämpchen

Hochherzig nenn’ ich jeden Mann,
Der frei von eig’nen Händen sinket
Und ohne Furcht vor’m Todesbann
Den dunklen Lethetropfen trinket. –
 
Heil ihm, der also frei und kühn
Vom Leben scheidet ohne Zagen,
Der, ob rings Blumen ihn umblüh’n,
Hinab sinkt zu des Hades Klagen. –
 
Ob auch die Welt ihn treulos nennt
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An seinem Gott und seinem Leben –
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Wo solche Todesflamme brennt,
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Wer sollte da noch feige beben? –
 
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Nein, nur hinab, mit kaltem Blut,
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Aus diesem niedrigen Gewühle,
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Was kümmert euch die wilde Glut,
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Bei mir steht es, wenn ich sie kühle. –
 
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Was kümmert’s euch, die ihr vergnügt
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Und wohlig schwimmt im Meer der Tage,
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Wenn ich, dem dieses nicht genügt,
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Den Sprung ins Ungewisse wage? –
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Hinab“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
119
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Hinab“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Heinrich Kämpchen. Geboren wurde Kämpchen im Jahr 1847 in Altendorf an der Ruhr. 1909 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Bochum. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Moderne zuordnen. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das 119 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Weitere Werke des Dichters Heinrich Kämpchen sind „Altendorf“, „Am Gemündener Maar“ und „Am Grabe der Mutter“. Zum Autor des Gedichtes „Hinab“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 165 Gedichte vor.

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