Herüber zog eine schwarze Nacht von Georg Weerth

Lieder aus Lancashire

Herüber zog eine schwarze Nacht.
Die Föhren rauschten im Sturme;
Es hat das Wetter wild zerkracht
Die Kirche mit ihrem Thurme.
 
Zerschmettert das Kreuz; zerdrückt der Altar;
Zermalmt das Gebein in den Särgen –
Die gothischen Bögen wälzen sich
Donnernd hinab von den Bergen.
 
Zum Dorfe stürzt sich Thurm und Chor
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Als wie zu einem Grabe –
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Da fährt entsetzt vom Lager empor
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Und spricht zur Mutter der Knabe:
 
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„Ach Mutter, mir träumte einen Traum so schwer,
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„Das hat den Schlaf mir verdorben.
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„Ach Mutter, mir träumte, so eben wär’
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„Der liebe Herr Gott gestorben.“
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Herüber zog eine schwarze Nacht“

Autor
Georg Weerth
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
93
Entstehungsjahr
nach 1838
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Georg Weerth ist der Autor des Gedichtes „Herüber zog eine schwarze Nacht“. Geboren wurde Weerth im Jahr 1822 in Detmold. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1838 und 1856. Zürich ist der Erscheinungsort des Textes. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zuordnen. Bei dem Schriftsteller Weerth handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 93 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere Werke des Dichters Georg Weerth sind „Sie saßen auf den Bänken“, „Vernunft und Wahnsinn“ und „Auf meiner Lippe brennend Rot“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Herüber zog eine schwarze Nacht“ weitere 12 Gedichte vor.

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