Heimweh von Frank Wedekind

Über bemooste Steine
Fällt ein rauschender Quell,
Glitzert im Mondenscheine,
Funkelt so silberhell.
 
Sinnend saß ich daneben,
Sah, wie die Welle schäumt,
Hab’ vom vergangenen Leben,
Hab’ von der Zukunft geträumt.
 
In der Tiefe der Wogen
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Sah ich gar mancherlei,
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Viele Gestalten zogen
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Grüßend an mir vorbei.
 
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Waren die lieben Seelen,
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Die mich dereinst erfreut,
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Die meinem Herzen fehlen
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Hier in der Einsamkeit.
 
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Tausendmal laß dir danken,
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Lieblicher Silberbach,
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Daß du den Heimwehkranken
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Tröstest im Ungemach;
 
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Daß du aus alten Tagen
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Freundliches mir erzählt,
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Daß ich dir durfte klagen,
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Was meinem Herzen fehlt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Heimweh“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
93
Entstehungsjahr
1905
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Heimweh“ ist Frank Wedekind. Im Jahr 1864 wurde Wedekind in Hannover geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1905 entstanden. München ist der Erscheinungsort des Textes. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Wedekind ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 24 Versen mit insgesamt 6 Strophen und umfasst dabei 93 Worte. Die Gedichte „Abschied“, „Abschied“ und „Albumblatt“ sind weitere Werke des Autors Frank Wedekind. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Heimweh“ weitere 114 Gedichte vor.

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