Nebel von Alfred Lichtenstein

Ein Nebel hat die Welt so weich zerstört.
Blutlose Bäume lösen sich in Rauch.
Und Schatten schweben, wo man Schreie hört.
Brennende Biester schwinden hin wie Hauch.
 
Gefangne Fliegen sind die Gaslaternen.
Und jede flackert, daß sie noch entrinne.
Doch seitlich lauert glimmend hoch in Fernen
Der giftge Mond, die fette Nebelspinne.
 
Wir aber, die, verrucht, zum Tode taugen,
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Zerschreiten knirschend diese wüste Pracht.
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Und stechen stumm die weißen Elendsaugen
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Wie Spieße in die aufgeschwollne Nacht.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Nebel“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
76
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Nebel“ ist Alfred Lichtenstein. Im Jahr 1889 wurde Lichtenstein in Berlin geboren. 1913 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Expressionismus zugeordnet werden. Der Schriftsteller Lichtenstein ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 76 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Alfred Lichtenstein sind „Die Dämmerung“, „Die Stadt“ und „Prophezeiung“. Zum Autor des Gedichtes „Nebel“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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