Die blaue Blume von Joseph von Eichendorff
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Ich suche die blaue Blume, |
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Ich suche und finde sie nie, |
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Mir träumt, dass in der Blume |
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Mein gutes Glück mir blüh. |
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Ich wandre mit meiner Harfe |
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Durch Länder, Städt und Au'n, |
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Ob nirgends in der Runde |
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Die blaue Blume zu schaun. |
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Ich wandre schon seit lange, |
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Hab lang gehofft, vertraut, |
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Doch ach, noch nirgends hab ich |
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Die blaue Blum geschaut. |
Details zum Gedicht „Die blaue Blume“
Joseph von Eichendorff
3
12
62
1818
Romantik
Gedicht-Analyse
Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ beschreibt das Sehnen des lyrischen Ichs nach etwas Unbekanntem, Unerreichbarem, nach einer Farbe und einem Gefühl, dass es in der Welt noch nicht gefunden hat. Das lyrische Ich versucht es in den verschiedensten Ländern, Städten und Auen, aber anscheinend gibt es diese blaue Blume nicht. Es hat lange gehofft und vertraut, aber leider hat es sie noch nirgends gefunden.
Trotz seiner Anstrengungen und Enttäuschungen gibt das lyrische Ich nicht auf und bleibt in seinem Suchen bestärkt. Es glaubt, dass die blaue Blume sein gutes Glück symbolisiert, worauf es wartet und worauf es hofft. Dieser Hoffnung und dem Suchen kann man eine romantische Note nicht abstreiten.
Es ist wahrscheinlich, dass das lyrische Ich nicht nur nach einer Blume sucht, sondern nach einer Idee und einem Sinn für sein Leben. Es ist eine Lektion in Hinblick auf das Leben: dass man auch nach den schwierigsten Situationen niemals aufgeben darf und immer weitersucht. Oft ist es nur eine Frage der Entschlossenheit und Ehrlichkeit, um das zu finden, wonach man sucht.
„Die blaue Blume“ ist ein Gedicht voller metaphorischer Bedeutung, voll Hoffnung und Sehnsucht. Es ist die Aufforderung, die Suche nach dem Sinn des Lebens nie aufzugeben, egal wie schwierig und entmutigend sie auch ist. Es ist eine Erinnerung, dass es sich lohnt weiterzumachen und nie aufzugeben.
Weitere Informationen
Joseph von Eichendorff ist der Autor des Gedichtes „Die blaue Blume“. Geboren wurde Eichendorff im Jahr 1788 . Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1818 zurück. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Romantik zugeordnet werden. Bei dem Schriftsteller Eichendorff handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche.
Die Romantik war eine Epoche der europäischen Literatur, Kunst und Kultur. Sie begann gegen Ende des 18. Jahrhunderts und dauerte in der Literatur bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Romantik kann in drei Phasen unterteilt werden: Frühromantik (bis 1804), Hochromantik (bis 1815) und Spätromantik (bis 1848). Die Romantik entstand in Folge politischer Krisen und gesellschaftlicher Umbrüche. Im gesamten Europa fand ein Übergang von der feudalen zur bürgerlichen Gesellschaft statt. Gleichermaßen bildete sich ein bürgerliches Selbstbewusstsein heraus. Technologischer Fortschritt und Industrialisierung sind prägend für diese Zeit. Als Merkmale der Romantik sind die Weltflucht, die Verklärung des Mittelalters, die Hinwendung zur Natur, die Betonung subjektiver Gefühle und des Individuums, der Rückzug in Fantasie- und Traumwelten oder die Faszination des Unheimlichen aufzuführen. Bedeutende Symbole sind die Blaue Blume oder das Spiegel- und Nachtmotiv. Strebte die Klassik nach harmonischer Vollendung und Klarheit der Gedanken, so ist die Romantik von einer an den Barock erinnernden Maß- und Regellosigkeit geprägt. Die Romantik begreift die schöpferische Phantasie des Künstlers als unbegrenzt. Dabei baut sie zwar auf die Errungenschaften der Klassik auf. Deren Ziele und Regeln möchte sie aber hinter sich lassen.
Das vorliegende Gedicht umfasst 62 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 12 Versen. Der Dichter Joseph von Eichendorff ist auch der Autor für Gedichte wie „Antwort“, „Auch ein Gedicht?“ und „Der Isegrimm“. Zum Autor des Gedichtes „Die blaue Blume“ haben wir auf abi-pur.de weitere 395 Gedichte veröffentlicht.
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