Ach Liebste lass uns eilen von Martin Opitz

Ach Liebste, laß uns eilen,
Wir haben Zeit,
Es schadet uns verweilen
Uns beyderseit.
 
Der edlen Schönheit Gaben
Fliehen Fuß für Fuß,
Daß alles, was wir haben,
Verschwinden muß.
 
Der Wangen Ziehr verbleichet,
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Das Haar wird greiß,
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Der Augen Feuer weichet,
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Die Brunst wird Eiß.
 
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Das Mündlein von Corallen
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Wird ungestalt,
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Die Händ' als Schnee verfallen,
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Und du wirst alt.
 
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Drumb laß uns jetzt geniessen
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Der Jugend Frucht,
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Eh' als wir folgen müssen
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Der Jahre Flucht.
 
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Wo du dich selber liebest,
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So liebe mich,
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Gieb mir das, wann du giebest,
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Verlier auch ich.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.6 KB)

Details zum Gedicht „Ach Liebste lass uns eilen“

Autor
Martin Opitz
Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
93
Entstehungsjahr
1624
Epoche
Barock

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Ach Liebste lass uns eilen“ des Autors Martin Opitz. Geboren wurde Opitz im Jahr 1597 in Bunzlau. Im Jahr 1624 ist das Gedicht entstanden. Das Gedicht lässt sich anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Barock zuordnen. Bei Opitz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 24 Versen mit insgesamt 6 Strophen und umfasst dabei 93 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Martin Opitz sind „Wer Gott das Herze giebet“ und „Kommt, laßt uns gehn spazieren“. Zum Autor des Gedichtes „Ach Liebste lass uns eilen“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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