An Nadine von Carl Streckfuß

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Was will der Ernst auf deiner Stirn, Nadine?
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Was will ein Flöckchen Schnee im schönsten Blumenflor?
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Den sich die Freud’ erkor, dass er ihr ewig diene,
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Den Scherz, o ruf’ ihn schnell auf dein Gesicht hervor.
 
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Der Jugend Gott verschmäht des Ernstes Falten,
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Und liebt den Wahnsinn holder Schwärmerey,
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Das Alter kommt zu eilig uns herbey —
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Ihm sey das Grübeln aufbehalten.
 
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Es rufet uns zur Wirklichkeit zurück,
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Aus holder Phantasieen Lande,
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Zerstört mit rauher Hand der reichen Liebe Bande,
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Und läßt uns kaum der armen Freundschaft Glück.
 
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Drum trinke froh den Becher leer,
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Den dir der Lenz des Lebens reichet,
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Bis auch kein armes Tröpfchen mehr
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Dein Herz zur Fröhlichkeit erweichet.

Details zum Gedicht „An Nadine“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
16
Anzahl Wörter
111
Entstehungsjahr
1804
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „An Nadine“ ist Carl Streckfuß. 1778 wurde Streckfuß in Gera geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1804. Erschienen ist der Text in Wien. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text den Epochen Klassik oder Romantik zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 111 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Zeilen mit insgesamt 4 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Carl Streckfuß sind „Actäon“, „An Maria del Caro“ und „An die Kronprinzessin von Preußen“. Zum Autoren des Gedichtes „An Nadine“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 50 Gedichte vor.

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