Fünf Mark von Klabund

In meiner Straße nachts steht eine
(Immer dieselbe) Lausekleine,
Und grüßt mich krächzend mit Geplärr:
Fünf Mark, mein Herr, fünf Mark, mein Herr.
 
Ich habe es mir mild verbeten,
Da ist sie näher nur getreten,
Ihr dürrer Leib schwoll schattengroß:
Fünf Mark ja bloß, fünf Mark ja bloß.
 
Grüß Gott –, der Leichenwagen rumpelt,
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Ihr Schatz und eine Vettel humpelt
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Stier gröhlend hinter ihrem Sarg:
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Fünf Mark, mein Herr, mein Herr, fünf Mark.
 
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Man schmiß sie in die Armenerde,
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Ihr Schatz gab ihr als Reisezehrde
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Zur Fahrt ins Dunkel in den Sarg:
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Fünf Mark, mein Herr, mein Herr, fünf Mark,
 
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Fünf funkelnagelneue Mark.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Fünf Mark“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
17
Anzahl Wörter
102
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Fünf Mark“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Klabund. Klabund wurde im Jahr 1890 in Crossen an der Oder geboren. Im Jahr 1913 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Moderne oder Expressionismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das Gedicht besteht aus 17 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 102 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Klabund sind „Berliner Ballade“, „Berliner Mittelstandsbegräbnis“ und „Berliner in Italien“. Zum Autor des Gedichtes „Fünf Mark“ haben wir auf abi-pur.de weitere 139 Gedichte veröffentlicht.

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