Prolog von Klabund

Der Föhn braust brodelnd durch das Land,
Hat Bäume knackend umgerannt,
Nie hört ich einen tollern
Lärm. Der See zischt weißlich auf,
Der Hahn singt auf des Kirchturms Knauf,
Dumpf die Lawinen kollern.
 
Laß Haus und Mann und Kind in Ruh.
Der Föhn ist wie mein Odem,
Du,
10 
Weib, wirf mich auf den Boden!
 
11 
Der Sturm schweißt uns zu einem Sein
12 
Und mischt uns mit den Wettern.
13 
Im Nächtegraus, im Morgenschein
14 
Wird zwei zu eins und eins zu zwein
15 
Den Nebelberg erklettern.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Prolog“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
15
Anzahl Wörter
82
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Prolog“ ist Klabund. Der Autor Klabund wurde 1890 in Crossen an der Oder geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1913 zurück. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Moderne oder Expressionismus zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 82 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 15 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Die Gedichte „Berliner Mittelstandsbegräbnis“, „Berliner in Italien“ und „Blumentag“ sind weitere Werke des Autors Klabund. Zum Autor des Gedichtes „Prolog“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 139 Gedichte vor.

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