An Madame Unzelmann von Susanne von Bandemer

Wir sehn in deinem Spiel der Wahrheit schönes Bild,
Und jede Regel deiner Kunst erfüllt:
Allein ins Savojardenkleid
Hat sich bisher noch allezeit
An deiner Statt ein Amor eingehüllt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.4 KB)

Details zum Gedicht „An Madame Unzelmann“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
5
Anzahl Wörter
29
Entstehungsjahr
1802
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „An Madame Unzelmann“ wurde von Susanne von Bandemer verfasst, einer Schriftstellerin und Lyrikerin, die in der zweiten Hälfte des 18. bis ins frühe 19. Jahrhundert aktiv war. Sie gehört also dem Zeitalter der Weimarer Klassik und der Romantik an, wenngleich sie möglicherweise nicht den bekanntesten Vertretern dieser Epochen zugeordnet wird.

Beim ersten Eindruck handelt das Gedicht sich offenbar um eine Art Ehrerweisung oder Lobesbrief an eine Frau, Madame Unzelmann. Das lyrische Ich scheint den künstlerischen Ausdruck und die Darstellungskraft dieser Frau enorm zu bewundern.

Inhaltlich beschreibt das lyrische Ich in dem Gedicht die Bewunderung, die es für Madame Unzelmanns künstlerische Fähigkeiten und ihre Fähigkeit, die 'Wahrheit' durch ihr „Spiel“ darzustellen, empfindet. Diese Fähigkeit ist so eindrucksvoll, dass sie als „schönes Bild der Wahrheit“ bezeichnet wird. Alle „Regeln ihrer Kunst“ scheint sie perfekt umzusetzen. Beim Savojardenkleid könnte es sich um eine spezielle Art von Kleidung handeln, die Madame Unzelmann in ihren Darbietungen trägt. Dieses gehört zu ihren Markenzeichen und trägt zur Perfektion ihrer Auftritte bei.

In den Versen 4 und 5 wird eine Metapher verwendet, um zu verdeutlichen, wie meisterhaft Madame Unzelmann in ihrer Darstellung ist. Der Ausdruck „Amor“ könnte hier als Symbol für Leidenschaft und Hingabe an die Kunst verstanden werden. Mit der Aussage, dass sich an ihrer Stelle ein „Amor eingehüllt“ hat, könnte gemeint sein, dass sie mit so viel Leidenschaft und Hingabe auftritt, dass es so wirkt, als würde sie von der Liebe zur Kunst selbst verkörpert.

In Bezug auf Form und Sprache ist das Gedicht einfach und geradlinig gestaltet, ohne überflüssige Ausschmückungen oder Verzerrungen, was auch zur Direktheit der Bewunderung passt, die das lyrische Ich für Madame Unzelmann empfindet. Die Wortwahl ist präzise und klar, und die Metapher des „Amor“ ist sowohl kreativ als auch intuitiv verständlich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei dem Gedicht „An Madame Unzelmann“ um ein Werk handelt, dass in einfacher, aber effektiver Weise die tief empfundene Bewunderung des lyrischen Ichs für das künstlerische Schaffen und Talent der titelgebenden Madame Unzelmann zum Ausdruck bringt.

Weitere Informationen

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „An Madame Unzelmann“ der Autorin Susanne von Bandemer. Die Autorin Susanne von Bandemer wurde 1751 in Berlin geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1802 entstanden. Erschienen ist der Text in Berlin. Das Gedicht lässt sich anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her den Epochen Klassik oder Romantik zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 29 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 5 Versen mit nur einer Strophe. Susanne von Bandemer ist auch die Autorin für das Gedicht „An Elise Reichsgräfin zu S * * * L * * *“, „An Elisen“ und „An Frau Sophie von La Roche“. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „An Madame Unzelmann“ weitere 86 Gedichte vor.

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