Flieder von Karl Kraus

Nun weiß ich doch, ’s ist Frühling wieder.
Ich sah es nicht vor so viel Nacht
und lange hatt’ ich’s nicht gedacht.
Nun merk’ ich erst, schon blüht der Flieder.
 
Wie fand ich das Geheimnis wieder?
Man hatte mich darum gebracht.
Was hat die Welt aus uns gemacht!
Ich dreh’ mich um, da blüht der Flieder.
 
Und danke Gott, er schuf mich wieder,
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indem er wiederschuf die Pracht.
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Sie anzuschauen aufgewacht,
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so bleib’ ich stehn. Noch blüht der Flieder.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.7 KB)

Details zum Gedicht „Flieder“

Autor
Karl Kraus
Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
80
Entstehungsjahr
1920
Epoche
Moderne,
Expressionismus,
Avantgarde / Dadaismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Flieder“ ist Karl Kraus. Geboren wurde Kraus im Jahr 1874 in Jičín (WP), Böhmen. Das Gedicht ist im Jahr 1920 entstanden. Der Erscheinungsort ist München. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 80 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 12 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Karl Kraus sind „Als Bobby starb“, „An den Schnittlauch“ und „An eine Falte“. Zum Autor des Gedichtes „Flieder“ haben wir auf abi-pur.de weitere 61 Gedichte veröffentlicht.

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