Fand meinen einen Handschuh wieder von Joachim Ringelnatz

Als ich den einen verlor,
Da warf ich den andern ins Feuer
Und kam mir wie ein Verarmter vor.
Schweinslederne sind so teuer.
 
Als ich den ersten wiederfand:
Shake hands, du ledernes Luder!
Dein eingeäscherter Bruder
Und du und ich –: Im Dreiverband
Da waren wir reich und mächtig.
10 
Jetzt sind wir niederträchtig.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Fand meinen einen Handschuh wieder“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
10
Anzahl Wörter
52
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Fand meinen einen Handschuh wieder“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Joachim Ringelnatz. Geboren wurde Ringelnatz im Jahr 1883 in Wurzen. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1933. In Berlin ist der Text erschienen. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Moderne oder Expressionismus zu. Bei Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das 52 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 10 Versen mit insgesamt 2 Strophen. Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abendgebet einer erkälteten Negerin“, „Abermals in Zwickau“ und „Abgesehen von der Profitlüge“. Zum Autor des Gedichtes „Fand meinen einen Handschuh wieder“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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