An Laura von Heinrich Kämpchen

Unergründlich, wie die tiefste See,
Sind, o Laura, deine schwarzen Augen. –
Und mir ist so wohl, mir ist so weh,
Und vor Lust und Schmerz ich fast vergeh’,
Wenn ich schau’ in deine schwarzen Augen. –
 
Hast du, Laura, einen Blick für mich?
Einen Kuß, denn meine Lippen brennen? –
Heiß und feurig, Mädchen, lieb’ ich dich,
Jedes andre Bild in mir verblich,
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Und der Tod nur kann uns wieder trennen. –
 
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Seit ich dich zum ersten Mal geseh’n,
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Laura, war mein Schicksal auch besiegelt. –
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Du, nur du kannst diesen Drang versteh’n,
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Heiß und feurig, wie des Samums Weh’n,
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Und wie Lavagluten, ungezügelt. –
 
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Deine Schönheit war der Götterstrahl,
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Der mein Herz zu solcher Glut entzündet. –
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Und nun bleibt mir anders keine Wahl:
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Harr’ in Hoffenslust und Sehnsuchtsqual,
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Bis dein Mund mir Gegenlieb’ verkündet. –

Details zum Gedicht „An Laura“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
20
Anzahl Wörter
133
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Heinrich Kämpchen ist der Autor des Gedichtes „An Laura“. Kämpchen wurde im Jahr 1847 in Altendorf an der Ruhr geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1909 entstanden. Der Erscheinungsort ist Bochum. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht der Epoche Moderne zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 133 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Zeilen mit insgesamt 4 Versen. Heinrich Kämpchen ist auch der Autor für Gedichte wie „Am Rhein“, „Am Weinfelder Maar“ und „Am goldenen Sonntag“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „An Laura“ weitere 165 Gedichte vor.

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