Ab er vergeblich nach ihr wartete von Paul Fleming

Und tötest du mich gleich, so bist du doch mein Freund,
ob diß Verlangen zwar, das ängstliche, das schwere,
nichts Anders bald wird tun, als was ich so begehre.
Mein Leid dringt in die Luft, kein einigs Sternlein scheint.
 
Der Himmel treuft mir nach, was ich ihm vorgeweint,
die Winde seufzen so, wie ich sie seufzen lehre.
Doch hab' ich keinen Sinn, der dir zuwider wäre.
Hab' ich, Trost, dich nicht lieb, so bin ich mir selbst Feind.
 
Hier wart' ich, teures Blut, vor deiner tauben Schwellen,
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nicht hoffend, daß du itzt dich werdest noch einstellen,
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nein! sondern daß mich hier der nahe Tod reiß' hin.
 
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So wird es denn geschehn, daß du, wenn du zu Morgen
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mich sehn wirst, daß ich kalt und ganz gestorben bin,
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mit neuem Leben mich zur Strafe wirst versorgen.

Details zum Gedicht „Ab er vergeblich nach ihr wartete“

Autor
Paul Fleming
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
135
Entstehungsjahr
1609 - 1640
Epoche
Barock

Gedicht-Analyse

Paul Fleming ist der Autor des Gedichtes „Ab er vergeblich nach ihr wartete“. Im Jahr 1609 wurde Fleming in Hartenstein (Sachsen) geboren. Zwischen den Jahren 1625 und 1640 ist das Gedicht entstanden. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Barock zu. Bei Fleming handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 135 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Paul Fleming ist auch der Autor für Gedichte wie „Wie er wolle geküsset seyn“, „Tanzlied“ und „Ein getreues Herz zu wissen“. Zum Autoren des Gedichtes „Ab er vergeblich nach ihr wartete“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 366 Gedichte vor.

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