Mit raschen Pferden jagt die Zeit von Ferdinand Freiligrath

Mit raschen Pferden jagt die Zeit,
Ein heißes Weib, nach Freiheit lechzend;
Die halbbewußte Menge schreit,
Gedankenlos als Vorspann ächzend.
Das tappt und tastet, wie man's lenkt;
Sie läßt den blinden Troß gewähren
Und hält die Zügel straff und denkt:
»Weh mir, wenn das die einz'gen wären!«
 
Ein Gottweib! Ernst verehr' ich sie,
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Und geh' ihr nach mit Schwert und Schilde,
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Und jauchz' ihr zu; - doch nun und nie
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Entweih' ich sie zum Götzenbilde!
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Ich denk' an das zu Dschagernat,
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Vor dem das Volk in langer Gasse
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Dickstirnig hinkniet, daß vom Rad
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Es jubelnd sich zermalmen lasse!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Mit raschen Pferden jagt die Zeit“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
98
Entstehungsjahr
1843
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Mit raschen Pferden jagt die Zeit“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Ferdinand Freiligrath. Freiligrath wurde im Jahr 1810 in Detmold geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1843. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Freiligrath ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 98 Wörter. Es baut sich aus 2 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Ferdinand Freiligrath sind „Lieder“, „Die Trompete von Vionville“ und „Ehre der Arbeit“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Mit raschen Pferden jagt die Zeit“ weitere 59 Gedichte vor.

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