An H. Christoph von Dihr von Andreas Gryphius

IHr Nordstern letzter Zeit / deß Vaterlandes Stütze:
Die einig noch nicht bricht / nun Kirch vnd Haus verfällt
Den Ach vnd Noth nicht pocht. O vnerschreckter Held /
An dem man einig sieht wie steiff sich Tugend schütze:
Ihr / der vns lehrt was Kunst Hoch-Edlem Blutte nütze;
Herr / dessen Lob / die itzt noch vngebor’ne Welt
Wird rühmen / wenn wir Staub / Ade! ich muß ins Feld /
Mein hart Verhängnüß rufft mich wider an die Spitze.
O Vater gute Nacht! der mich itzt von Euch reißt
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Vnd durch die wilde See in ferne Grentzen weißt /
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Erhalte diese Hand die ich so traurig küsse.
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Ich wündsche nicht nur mir. Sol vnser Leid vergehn
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So muß durch euren Rath / was liegt vnd sinckt auffstehn /
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O! daß mein Land mit mir / euch doch bald frölich grüsse!

Details zum Gedicht „An H. Christoph von Dihr“

Anzahl Verse
1
Anzahl Zeilen
14
Anzahl Wörter
130
Entstehungsjahr
1658
Epoche
Barock

Gedicht-Analyse

Andreas Gryphius ist der Autor des Gedichtes „An H. Christoph von Dihr“. Im Jahr 1616 wurde Gryphius in Glogau geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1658. Der Erscheinungsort ist Breßlau. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her kann der Text der Epoche Barock zugeordnet werden. Der Schriftsteller Gryphius ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 130 Wörter. Es baut sich aus nur einem Vers auf und besteht aus 14 Zeilen. Weitere Werke des Dichters Andreas Gryphius sind „An die Sternen“, „An die Welt“ und „An sich Selbst“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „An H. Christoph von Dihr“ weitere 459 Gedichte vor.

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