Ave Maria von August Wilhelm Schlegel

Die Jungfrau ruht, nur Demut ihr Geschmeide,
im Abendschatten an der Hütte Tor.
Sie weiß nicht, daß sie Gott zur Braut erkor,
doch stilles Sinnen ist ihr Seelenweide.
 
Doch sieh! ein Jüngling tritt in lichten Kleide,
den Palmenzweig in seiner Hand, hervor.
Voll süßen Schauers bebet sie empor,
denn seine Stirn ist Morgenrot der Freude.
 
„Gegrüßt Maria!" tönt sein holder Mund
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und tut das wundervolle Heil ihr kund,
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wie Kraft von oben her sie soll umwallen.
 
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Und sie, die Arm' auf ihre Brust gelegt,
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wo sich's geheim und innig liebend regt,
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spricht: „Mir geschehe nach des Herrn Gefallen."

Details zum Gedicht „Ave Maria“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
100
Entstehungsjahr
1767 - 1845
Epoche
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Ave Maria“ ist August Wilhelm Schlegel. Der Autor August Wilhelm Schlegel wurde 1767 in Hannover geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1783 und 1845. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Romantik zu. Bei dem Schriftsteller Schlegel handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 100 Worte. Die Gedichte „An Friederike Unzelmann“, „Aus einem ungedruckten Roman“ und „Der neue Pygmalion An Iffland“ sind weitere Werke des Autoren August Wilhelm Schlegel. Zum Autoren des Gedichtes „Ave Maria“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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