Ein neues altes Lied von Helmina von Chézy

Vertrau nicht fürder mehr,
Und liebst du noch so sehr!
Liebt Jeder sich allein,
Und lacht des Andern Pein,
Wer lebt in Leid und Schmerz,
Der findt kein treues Herz.
 
Vertrau nicht fürder mehr,
Denn Untreu kränket sehr!
Viel besser Einsamkeit,
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Als falsche Freundlichkeit;
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Kannst du mit Gott nur seyn,
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So bist du nicht allein.
 
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Geh hin zum Anger grün,
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Und sieh die Berge blühn,
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Natur ist immer da,
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Mit Mutterliebe nah,
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Komm, trink an ihrer Brust
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Vergessenheit und Lust!
 
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Gesundheit, Kraft und Muth
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Quillt aus der Lüfte Flut,
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Bei muntrer Vögel Sang
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Wird’s Einem nimmer bang,
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In Waldeseinsamkeit
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Vergißt sich manches Leid!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.6 KB)

Details zum Gedicht „Ein neues altes Lied“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
104
Entstehungsjahr
1813
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Die Autorin des Gedichtes „Ein neues altes Lied“ ist Helmina von Chézy. Chézy wurde im Jahr 1783 in Berlin geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1813 entstanden. In Tübingen ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her kann der Text den Epochen Klassik oder Romantik zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das vorliegende Gedicht umfasst 104 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 24 Versen. Das Gedicht „Das schlafende Kind“ ist ein weiteres Werk der Autorin Helmina von Chézy. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „Ein neues altes Lied“ keine weiteren Gedichte vor.

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