Ein Jäger von Theodor Fontane

Ich kenn einen Jäger, man heißt ihn „Tod“:
Seine Wang ist blaß, sein Speer ist roth,
Sein Forst ist die Welt, er zieht auf die Pirsch,
Und jaget Elenn und Edelhirsch.
 
Im Völkerkrieg, auf blutigem Feld
Ist’s wo er sein Kesseltreiben hält;
Haß, Ehrfurcht und Geizen nach Ruhmesschall
Sind Treiber im Dienste des Jägers all’.
 
Nicht fürcht ich ihn selber, wie nah er auch droht,
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Doch wohl seine Rüden: Gram, Krankheit und Noth,
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Die Meute, die stückweis das Leben zerfetzt,
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Und zögernd uns in die Grube hetzt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Ein Jäger“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
88
Entstehungsjahr
1851
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Ein Jäger“ des Autors Theodor Fontane. Geboren wurde Fontane im Jahr 1819 in Neuruppin. Das Gedicht ist im Jahr 1851 entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Realismus zuordnen. Der Schriftsteller Fontane ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 88 Worte. Theodor Fontane ist auch der Autor für Gedichte wie „An Emilie“, „An Lischen“ und „An Marie“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Ein Jäger“ weitere 211 Gedichte vor.

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