An Eugenien von Andreas Gryphius

WEnn meine Seel in euch / mein Licht wie kan ich leben?
Nun das Verhängnüß mich so ferne von euch reißt.
Wie kan ich frölich seyn / wenn ihr mir euren Geist
Nicht für den meinen woll’t / (den ihr gefangen) geben?
Man siht mich hier / doch nur als ein Gespenste schweben.
Als ein verzaubert Bild / daß sich beweglich weißt
Durch frembder Künste Macht / diß was man sterben heißt
Kan meine Schmertzen wol / nicht meine Flamm’ auffheben.
Klagt euch das Hertze nicht / daß ihr in Bande legt
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Wie scharff die Geissel sey die meine Glieder schlägt?
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Doch nein! es ist zu schwach / sein Elend auß zusprechen.
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Es weiß nichts mehr von mir / es kennt euch nur allein /
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Es freu’t sich seiner Angst / vnd wündschet diese Pein
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Der Bande / durch ein Band / das ewig sey / zu brechen.

Details zum Gedicht „An Eugenien“

Anzahl Verse
1
Anzahl Zeilen
14
Anzahl Wörter
135
Entstehungsjahr
1658
Epoche
Barock

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „An Eugenien“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Andreas Gryphius. 1616 wurde Gryphius in Glogau geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1658 entstanden. Erschienen ist der Text in Breßlau. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Barock kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Der Schriftsteller Gryphius ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 135 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Zeilen mit nur einem Vers. Andreas Gryphius ist auch der Autor für Gedichte wie „An die Sternen“, „An die Welt“ und „An sich Selbst“. Zum Autoren des Gedichtes „An Eugenien“ haben wir auf abi-pur.de weitere 459 Gedichte veröffentlicht.

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