Die hundert Männer von Haswell. von Georg Weerth

Lieder aus Lancashire

Die hundert Männer von Haswell,
Die starben an einem Tag;
Die starben zu einer Stunde;
Die starben auf einen Schlag.
 
Und als sie still begraben,
Da kamen wohl hundert Frau’n;
Wohl hundert Frauen von Haswell,
Gar kläglich anzuschau’n.
 
Sie kamen mit ihren Kindern,
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Sie kamen mit Tochter und Sohn:
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„Du reicher Herr von Haswell,
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„Nun gieb uns unsern Lohn!“
 
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Der reiche Herr von Haswell,
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Der stand nicht lange an.
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Er zahlte wohl den Wochenlohn
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Für jeden gestorb’nen Mann.
 
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Und als der Lohn bezahlet,
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Da schloß er die Kiste zu.
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Die eisernen Riegel klangen,
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Die Weiber weinten dazu.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Die hundert Männer von Haswell.“

Autor
Georg Weerth
Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
100
Entstehungsjahr
nach 1838
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die hundert Männer von Haswell.“ ist Georg Weerth. Weerth wurde im Jahr 1822 in Detmold geboren. In der Zeit von 1838 bis 1856 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Zürich. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Junges Deutschland & Vormärz zu. Bei dem Schriftsteller Weerth handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 100 Worte. Die Gedichte „Freund Lenz“, „Gebet eines Irländers“ und „Herüber zog eine schwarze Nacht“ sind weitere Werke des Autors Georg Weerth. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die hundert Männer von Haswell.“ weitere 12 Gedichte vor.

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