Winternacht von Hermann Lingg

So selig zu plaudern, daß Stunden
Wie Träume vergehn,
Wie rasch dann die Zeit entschwunden,
Am Dunkeln der Kerze nur sehn,
Das ist's, was so traulich uns macht
Die tausende, brausende Winternacht.
 
Zu plaudern, und wieder versunken
In uns allein,
Von innerster Wonne trunken
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Vertieft in Gedanken sein,
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Das ist's, was zum Frühling uns macht
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Die tausende, brausende Winternacht.
 
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Zu scheiden, das Hausthor entriegeln,
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Und scheidend das Glück
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Mit einem Kusse besiegeln,
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Ein Gruß noch, ein Wink noch zurück,
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Lebt wohl, o Stunden, so selig verbracht
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In der sausenden, brausenden Winternacht!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Winternacht“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
18
Anzahl Wörter
91
Entstehungsjahr
1820 - 1905
Epoche
Biedermeier,
Junges Deutschland & Vormärz,
Realismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Winternacht“ des Autors Hermann Lingg. Geboren wurde Lingg im Jahr 1820 in Lindau am Bodensee. Das Gedicht ist in der Zeit von 1836 bis 1905 entstanden. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz, Realismus, Naturalismus oder Moderne zugeordnet werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 18 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 91 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Hermann Lingg sind „Die Mumie“, „Der schwarze Tod“ und „Kleines Glück“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Winternacht“ weitere 20 Gedichte vor.

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