Die armen Weber von Heinrich Heine

Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
„Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch!
Wir weben! Wir weben!
 
„Ein Fluch dem Gotte, dem blinden, dem tauben,
Zu dem wir gebetet mit kindlichem Glauben;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt.
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Wir weben! Wir weben!
 
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„Ein Fluch dem König’, dem König’ der Reichen,
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Den unser Elend nicht konnte erweichen,
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Der uns den letzten Groschen erpreßt,
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Und uns wie Hunde erschießen läßt!
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Wir weben! Wir weben!
 
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„Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
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Wo nur gedeihen Lüg’ und Schande,
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Wo nur Verwesung und Todtengeruch –
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Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch!
20 
Wir weben! Wir weben!
21 
H. H.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Die armen Weber“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
21
Anzahl Wörter
118
Entstehungsjahr
1844
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Heinrich Heine ist der Autor des Gedichtes „Die armen Weber“. Der Autor Heinrich Heine wurde 1797 in Düsseldorf geboren. Im Jahr 1844 ist das Gedicht entstanden. Paris ist der Erscheinungsort des Textes. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Der Schriftsteller Heine ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 118 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 21 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Heinrich Heine sind „Altes Lied“, „Am Golfe von Biskaya“ und „Am Kreuzweg wird begraben“. Zum Autor des Gedichtes „Die armen Weber“ haben wir auf abi-pur.de weitere 527 Gedichte veröffentlicht.

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