Die alte Uhr von Rainer Maria Rilke

Bald hättest, alte Rathausuhr,
du nimmer dürfen Stunden weisen;
sie hätten bald in altem Eisen
versplittert deine letzte Spur.
 
Der Geizhals hätt zum letzten Mal
sein Haupt gewiegt in starrem Trotzen,
zum letzten Mal der Tod mit Glotzen
geschwungen seinen Sensenstahl.
 
Dann hätt der Hahn auch ausgekräht.
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Und heut noch kräht er, freilich heiser;
11 
noch nickt der Geizhals fort, und leiser
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droht ihm des Todes Majestät.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.8 KB)

Details zum Gedicht „Die alte Uhr“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
66
Entstehungsjahr
nach 1891
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Die alte Uhr“ des Autors Rainer Maria Rilke. Rilke wurde im Jahr 1875 in Prag geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1891 bis 1926 entstanden. In Frankfurt am Main ist der Text erschienen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Bei dem Schriftsteller Rilke handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 66 Worte. Weitere Werke des Dichters Rainer Maria Rilke sind „Abend in Skaane“, „Absaloms Abfall“ und „Adam“. Zum Autor des Gedichtes „Die alte Uhr“ haben wir auf abi-pur.de weitere 337 Gedichte veröffentlicht.

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