Die Züge von Georg Heym

Rauchwolken, rosa, wie ein Frühlingstag,
Die schnell der Züge schwarze Lunge stößt,
Ziehn auf dem Strom hinab, der riesig flößt
Eisschollen breit mit Stoß und lautem Schlag.
 
Der weite Wintertag der Niederung
Glänzt fern wie Feuer rot und Gold-Kristall
Auf Schnee und Ebenen, wo der Feuerball
Der Sonne sinkt auf Wald und Dämmerung.
 
Die Züge donnern auf dem Meilendamme,
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Der in die Wälder rennt, des Tages Schweif.
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Ihr Rauch steigt auf wie eine Feuerflamme,
 
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Die hoch im Licht des Ostwinds Schnabel zaust,
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Der, goldgefiedert, wie ein starker Greif,
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Mit breiter Brust hinab gen Abend braust.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Die Züge“

Autor
Georg Heym
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
1911
Epoche
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die Züge“ ist Georg Heym. Im Jahr 1887 wurde Heym in Hirschberg geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1911. Leipzig ist der Erscheinungsort des Textes. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Expressionismus zugeordnet werden. Der Schriftsteller Heym ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 95 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Georg Heym sind „April“, „Berlin I“ und „Berlin II“. Zum Autor des Gedichtes „Die Züge“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 75 Gedichte vor.

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