An Alfred Schloßhauer von Joachim Ringelnatz

Lieber Alfred Schloßhauer,
Du wußtest nie, was in mir um Dich warb.
Ich sah Dich einst in tiefster stiller Trauer
Um einen Freund, der Dir entstarb.
 
Was rauh und stacheldrähtig uns verband,
Verlegner Witz und scheuer Stichelscherz,
Ich sah Lücken darin, doch hinter Lücken Herz.
Und hinterm Herzen weites offnes Land.
 
Weil Du mir so im Innersten gefällst,
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Bitte ich Dich – doch prüfe dieses kühl –:
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Bewahre mir ein Stück von dem Gefühl,
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Was jenem Freund Du schenktest und behältst.

Details zum Gedicht „An Alfred Schloßhauer“

Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
12
Anzahl Wörter
79
Entstehungsjahr
1929
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „An Alfred Schloßhauer“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Joachim Ringelnatz. 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. 1929 ist das Gedicht entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zu. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 79 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 12 Zeilen mit insgesamt 3 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Joachim Ringelnatz sind „Abgesehen von der Profitlüge“, „Abglanz“ und „Abschied von Renée“. Zum Autoren des Gedichtes „An Alfred Schloßhauer“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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