Die Stadt von Georg Heym

Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein
Zerreißet vor des Mondes Untergang.
Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang
Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein.
 
Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt,
Unzählig Menschen schwemmen aus und ein.
Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein
Eintönig kommt heraus in Stille matt.
 
Gebären, Tod, gewirktes Einerlei,
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Lallen der Wehen, langer Sterbeschrei,
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Im blinden Wechsel geht es dumpf vorbei.
 
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Und Schein und Feuer, Fackeln rot und Brand,
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Die drohn im Weiten mit gezückter Hand
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Und scheinen hoch von dunkler Wolkenwand.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Die Stadt“

Autor
Georg Heym
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
90
Entstehungsjahr
1911
Epoche
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die Stadt“ ist Georg Heym. Heym wurde im Jahr 1887 in Hirschberg geboren. 1911 ist das Gedicht entstanden. In [Hamburg] ist der Text erschienen. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Expressionismus zuordnen. Bei Heym handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 90 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Georg Heym sind „April“, „Berlin I“ und „Berlin II“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Stadt“ weitere 75 Gedichte vor.

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