Die Stadt von Alfred Lichtenstein

Ein weißer Vogel ist der große Himmel.
Hart unter ihn geduckt stiert eine Stadt.
Die Häuser sind halbtote alte Leute.
 
Griesgrämig glotzt ein dünner Droschkenschimmel.
Und Winde, magre Hunde, rennen matt.
An scharfen Ecken quietschen ihre Häute.
 
In einer Straße stöhnt ein Irrer: Du, ach, du –
Wenn ich dich endlich, o Geliebte, fände ..
Ein Haufen um ihn staunt und grinst voll Spott.
 
10 
Drei kleine Menschen spielen Blindekuh –
11 
Auf alles legt die grauen Puderhände
12 
der Nachmittag, ein sanft verweinter Gott.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Die Stadt“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
79
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Die Stadt“ des Autors Alfred Lichtenstein. Lichtenstein wurde im Jahr 1889 in Berlin geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1913 entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin-Wilmersdorf. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Expressionismus zu. Der Schriftsteller Lichtenstein ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 79 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Die Gedichte „Nebel“ sind weitere Werke des Autors Alfred Lichtenstein. Zum Autor des Gedichtes „Die Stadt“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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