Amor und Psyche von Johann Gottfried Herder

Die Hand, die dieses holde Haupt berührt,
Und still hinab es zum Geliebten führt;
Der leise Hauch, der um die Lippe schwebt
Und sanft den Arm und sanft den Busen hebt;
Der Blick, der nicht zur Sprache werden kann:
Denn Seelen schau’n sich in einander an;
Indeß sich Herz zum Herzen schüchtern drängt
Und Geist an Geist, an Lippe Lippe hängt;
Der nur verlangend-süßeste Genuß
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Des Wiederfindens – seht, ist dieser Kuß.
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Es schwebt in ihm des Himmels reinstes Glück;
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Anschauend tretet, tretet still zurück.

Details zum Gedicht „Amor und Psyche“

Anzahl Verse
1
Anzahl Zeilen
12
Anzahl Wörter
85
Entstehungsjahr
1796
Epoche
Sturm & Drang,
Klassik

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Amor und Psyche“ des Autoren Johann Gottfried Herder. 1744 wurde Herder in Mohrungen (Ostpreußen) geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1796 zurück. Erschienen ist der Text in Tübingen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text den Epochen Sturm & Drang oder Klassik zugeordnet werden. Herder ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das Gedicht besteht aus 12 Zeilen mit nur einem Vers und umfasst dabei 85 Worte. Die Gedichte „Das Kind der Sorge“, „Das Orakel“ und „Das Ross aus dem Berge“ sind weitere Werke des Autoren Johann Gottfried Herder. Zum Autoren des Gedichtes „Amor und Psyche“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 412 Gedichte vor.

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