Die Nacht von Johann Christian Friedrich Hölderlin

Rings um ruhet die Stadt

Rings um ruhet die Stadt. Still wird die erleuchtete Gasse,
Und mit Fackeln geschmückt rauschen die Wagen hinweg.
Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen, die Menschen,
Und Gewinn und Verlust wäget ein sinniges Haupt
Wolzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und Blumen,
Und von Werken der Hand ruht der geschäftige Markt.
Aber das Saitenspiel tönt fern aus Gärten; vielleicht, daß
Dort ein Liebendes spielt oder ein einsamer Mann
Ferner Freunde gedenkt und der Jugendzeit; und die Brunnen
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Immerquillend und frisch rauschen an duftendem Beet.
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Still in dämmriger Luft ertönen geläutete Glocken,
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Und der Stunden gedenk rufet ein Wächter die Zahl.
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Jetzt auch kommet ein Wehn und regt die Gipfel des Hains auf,
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Sieh! und das Ebenbild unserer Erde, der Mond,
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Kommet geheim nun auch, die schwärmerische, die Nacht kommt,
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Voll mit Sternen, und wol wenig bekümmert um uns
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Glänzt die Erstaunende dort, die Fremdlingin unter den Menschen
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Über Gebirgeshöhn traurig und prächtig herauf.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.3 KB)

Details zum Gedicht „Die Nacht“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
18
Anzahl Wörter
157
Entstehungsjahr
1801
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die Nacht“ ist Johann Christian Friedrich Hölderlin. 1770 wurde Hölderlin in Lauffen am Neckar geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1801 entstanden. Der Erscheinungsort ist Montag- und Weißischen Buchhandlung; Regensburg. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Klassik oder Romantik zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 157 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 18 Versen mit nur einer Strophe. Weitere bekannte Gedichte des Autors Johann Christian Friedrich Hölderlin sind „Abbitte“, „Abendphantasie“ und „An Ihren Genius“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Nacht“ weitere 181 Gedichte vor.

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