Die Linde von Christian Felix Weiße

Ach Chloe! von der schönen Linde,
Die unsrer Lieb oft Schatten gab,
Fällt bleich, getödtet von dem Winde,
Das Laub, der Stolz des Frühlings ab.
 
Doch wird nach langen Wintertagen,
Für sie ein neuer Frühling blühn,
Und dieser Schmuck, den wir ietzt klagen,
In voller Pracht sie überziehn.
 
Nur Chloe, uns, wenn wir verblühen,
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Keimt nie ein neuer Frühling auf,
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Und Jahre, die uns ietzt entfliehen,
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Beschleunigen zum Herbst den Lauf.
 
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Was ist zu thun? – – bleib mir ergeben,
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Mir sollst du ewig reitzend seyn:
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So werden wir, wenn wir verleben,
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Im Herbst uns eines Frühlings freun.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Die Linde“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
96
Entstehungsjahr
1758
Epoche
Aufklärung

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die Linde“ ist Christian Felix Weiße. Geboren wurde Weiße im Jahr 1726 in Annaberg. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1758. Erschienen ist der Text in Leipzig. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Aufklärung zugeordnet werden. Weiße ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 96 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Christian Felix Weiße sind „Amynt und Doris“, „An Amor“ und „An den Amor“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Linde“ weitere 100 Gedichte vor.

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