Die Heimchen von Friederike Kempner

Hörst Du, wie die Heimchen zirpen?
Wird es Dir nicht heimlich so?
Ist es nicht, als wenn Dir riefen
Freundesstimmen irgendwo?
 
Düst’re Nacht im Krankenzimmer,
Stürme draußen, Stürme drin,
Feuersbrunst am dunklen Himmel,
Heiße Glut um Herz und Sinn.
 
Sehnend mich nach neuer Schöpfung,
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Mich nach ros’gem Morgenlicht,
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Saß ich still beim Lampenscheine,
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Kummer in dem Angesicht.
 
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Horch da, plötzlich Heimchen sangen,
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Traulich, heimlich ward es so,
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Als wenn Freundesstimmen riefen,
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Tröstend, hoffend irgendwo!
 
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Heimchentöne, Heimchenworte,
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Klangvoll fing’s zu sprechen an:
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„Wer die Kehlchen singen lehrte,
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Der auch Heilung schaffen kann!“
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Die Heimchen“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
94
Entstehungsjahr
1895
Epoche
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Friederike Kempner ist die Autorin des Gedichtes „Die Heimchen“. Die Autorin Friederike Kempner wurde 1828 in Opatow, Posen geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1895. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Naturalismus oder Moderne kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin vorgenommen werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 94 Worte. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „Die Heimchen“ keine weiteren Gedichte vor.

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