Die Geburt von Klabund

Der Vorhang läßt nur mattes Licht herein,
Sie windet sich auf tränennassen Kissen,
Sie hat die Zähne in den Daumen fest gebissen,
Daß blau er schwillt. Sie hält es nicht muß schrein,
Es rast heraus, es bricht sich an den Wänden
Der graue Ton und klopft mit fürchterlichen Händen
Da schlägt hoch über aller Wipfel Glut die Flamme
Ein rosig, klumpig Etwas trägt die Amme.
Der Sanitätsrat hat den Ärmel aufgekrempelt,
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Indem er diesen roten Fleck zu einem Knaben stempelt.
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Dem Vater perlt der kalte Schweiß.
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Die Mutter aber lächelt, und sie weiß,
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Es singt mit Harfen und mit Flöten ihren Ohren:
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Ich habe einen Gott geboren!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Die Geburt“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Die Geburt“ des Autors Klabund. Klabund wurde im Jahr 1890 in Crossen an der Oder geboren. Im Jahr 1913 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Moderne oder Expressionismus zu. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit nur einer Strophe und umfasst dabei 107 Worte. Klabund ist auch der Autor für Gedichte wie „Ausmarsch“, „Ballade“ und „Baumblüte in Werder“. Zum Autor des Gedichtes „Die Geburt“ haben wir auf abi-pur.de weitere 139 Gedichte veröffentlicht.

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