Am Rande der Nacht von Rainer Maria Rilke

Meine Stube und diese Weite,
wach über nachtendem Land, –
ist Eines. Ich bin eine Saite,
über rauschende breite
Resonnanzen gespannt.
 
Die Dinge sind Geigenleiber,
von murrendem Dunkel voll;
drin träumt das Weinen der Weiber,
drin rührt sich im Schlafe der Groll
10 
ganzer Geschlechter …
11 
Ich soll
12 
silbern erzittern: dann wird
13 
alles unter mir leben,
14 
und was in den Dingen irrt,
15 
wird nach dem Lichte streben,
16 
das von meinem tanzenden Tone,
17 
um welchen der Himmel wellt,
18 
durch schmale, schmachtende Spalten
19 
in die alten
20 
Abgründe ohne
21 
Ende fällt …

Details zum Gedicht „Am Rande der Nacht“

Anzahl Verse
2
Anzahl Zeilen
21
Anzahl Wörter
85
Entstehungsjahr
1906
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Rainer Maria Rilke ist der Autor des Gedichtes „Am Rande der Nacht“. Geboren wurde Rilke im Jahr 1875 in Prag. 1906 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Berlin / Leipzig, Stuttgart. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 85 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 21 Zeilen mit insgesamt 2 Versen. Rainer Maria Rilke ist auch der Autor für Gedichte wie „Abend“, „Abend“ und „Abend in Skaane“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Am Rande der Nacht“ weitere 337 Gedichte vor.

Weitere Gedichte des Autoren Rainer Maria Rilke (Infos zum Autor)

Zum Autoren Rainer Maria Rilke sind auf abi-pur.de 337 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte findest auf der Übersichtsseite des Autoren.