Die Engelmacherin von Karl Henckell

Hier, mein Kind, hier, mein Kind,
Eh deine Mutter kommt, geschwind!
Zuckersüßen Branntewein –
Bald lädt dich der Herrgott ein.
Schmeckt es, mein Liebchen?
So zieht man euch groß.
Eia, popeia,
Dann sind wir dich los.
 
Ei so geht’s, ei so geht’s
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Zu meinem hübschen Vorteil stets.
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Kinder gibt es immer frisch,
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Goldne Vögel auf den Tisch.
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Wie mich der klingende
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Beutel entzückt!
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Eia, popeia,
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Bald ist mir’s geglückt.
 
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„Bist so blaß, bist so blaß“,
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Seufzt deine Mutter und weint sich naß.
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I, wer wird da gleich gerührt,
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Wenn so’n Mädel Kummer spürt?
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Kummer und Elend,
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Sünde und Pein,
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Eia, Popeia,
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Bringen was ein.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Die Engelmacherin“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1883-1886
Epoche
Realismus,
Naturalismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Die Engelmacherin“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Karl Henckell. Der Autor Karl Henckell wurde 1864 in Hannover geboren. Im Jahr 1886 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in München. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Realismus oder Naturalismus zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das vorliegende Gedicht umfasst 107 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 24 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Karl Henckell sind „Majestätsbeleidigung“, „Mein Neujahrswunsch“ und „Suum cuique!“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Engelmacherin“ weitere 21 Gedichte vor.

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