Der wunde Ritter von Heinrich Heine

Ich weiß eine alte Kunde,
Die hallet dumpf und trüb’;
Ein Ritter lag liebeswunde,
Doch treulos ist sein Lieb.
 
Als treulos muß er verachten
Die eigne Herzliebste sein,
Als schimpflich muß er betrachten
Die eigne Liebespein.
 
Er möcht’ in die Schranken reiten,
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Und rufen die Ritter zum Streit:
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Der mag sich zum Kampfe bereiten,
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Wer mein Lieb eines Makels zeih’t!
 
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Da würden wohl Alle schweigen,
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Nur nicht sein eigener Schmerz;
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Da müßt’ er die Lanze neigen
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Wider’s eigne klagende Herz.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Der wunde Ritter“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
82
Entstehungsjahr
1817–1821
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der wunde Ritter“ ist Heinrich Heine. 1797 wurde Heine in Düsseldorf geboren. 1821 ist das Gedicht entstanden. In Hamburg ist der Text erschienen. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zuordnen. Bei dem Schriftsteller Heine handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 82 Worte. Heinrich Heine ist auch der Autor für Gedichte wie „Allnächtlich im Traume seh’ ich dich“, „Almansor“ und „Als ich, auf der Reise, zufällig“. Zum Autor des Gedichtes „Der wunde Ritter“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 529 Gedichte vor.

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