Der schöne Augenblick von Carl Streckfuß

Im Arm der Schatten, in der Blumen Schooße,
Bey Quellenlispeln, bey des Zephyrs Kühle,
Beym Sang der Vögel, bey der Mücken Spiele,
Bey schwanker Blätter murmelndem Gekose,
 
Nickt mir das Leben gleich der jungen Rose;
Die Brust beut es halb offen dem Gefühle,
Und aus der Blätter lieblichem Gewühle,
Aus seinem Dunkel schimmern heitre Loose.
 
In schönen Formen zeigen dem Gedanken
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Die dunkeln sich, die unentwickelt schliefen,
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Und duften Wohlgeruch auf meinen Wegen.
 
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So seh’ ich durch der Blätter sanftes Schwanken
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Des Himmelblau’s geheimnißvolle Tiefen,
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Und lächle hoffend dem Geschick entgegen.

Details zum Gedicht „Der schöne Augenblick“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
92
Entstehungsjahr
1804
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Der schöne Augenblick“ des Autoren Carl Streckfuß. Im Jahr 1778 wurde Streckfuß in Gera geboren. Im Jahr 1804 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Wien. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her den Epochen Klassik oder Romantik zuordnen. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das vorliegende Gedicht umfasst 92 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Der Dichter Carl Streckfuß ist auch der Autor für Gedichte wie „An die Kronprinzessin von Preußen“, „Auf der Reise“ und „Beruf“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Der schöne Augenblick“ weitere 50 Gedichte vor.

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