Der rote Vogel von Karl Henckell

Es kam ein roter Vogel
Geflogen von grauer See,
Flog über die deutschen Lande,
Da wurde der blutigen Schande
Weiß das Gesicht wie Schnee.
 
Da rauschte der rote Vogel
Wohl über den höchsten Baum,
Da stürzten mit einem Male
Die mächtigsten Generale,
10 
Geschlagen vom Flügelsaum.
 
11 
Da fegte der rote Vogel
12 
Die Tenne von Lug und Trug,
13 
Fegt Schlösser und Residenzen,
14 
Der Kaiser floh über die Grenzen,
15 
Ihm graust vor des Vogels Flug.
 
16 
Da sang der rote Vogel,
17 
Was Nornenrat beschied ...
18 
Wie scharf er die Zeichen begriffen,
19 
Im Zorne den Schnabel geschliffen –
20 
Da sang der rote Vogel
21 
Sein deutsches Freiheitslied.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Der rote Vogel“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
21
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
1883-1886
Epoche
Realismus,
Naturalismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Der rote Vogel“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Karl Henckell. Im Jahr 1864 wurde Henckell in Hannover geboren. Im Jahr 1886 ist das Gedicht entstanden. München ist der Erscheinungsort des Textes. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Realismus oder Naturalismus zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das Gedicht besteht aus 21 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 99 Worte. Der Dichter Karl Henckell ist auch der Autor für Gedichte wie „Suum cuique!“, „Ulrich von Hutten“ und „Gang durch die Nacht“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Der rote Vogel“ weitere 21 Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Karl Henckell (Infos zum Autor)

Zum Autor Karl Henckell sind auf abi-pur.de 21 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.