Der Zahnfleischkranke von Joachim Ringelnatz

Was geht mich der Frühling, was geht mich dein dummes Gesicht,
Dein Leben an. Aber nur weine nicht.
Geh, Mädchen! Geh! Geh!
Mir tun meine Zähne,
Deine Knietschträne tut noch mehr weh.
 
Eine entzündete Wurzelhaut
Kennt keine Braut,
Noch Kunst noch Konstabler.
 
Wer mir jetzt eins in die Fresse haut,
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Oder ein Kinnladenschuß
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Wären immerhin diskutabler.
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Sterben jetzt, wäre Genuß.
 
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Siehst du den gelben Schaum?
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Das Fleisch ist ganz weich.
 
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Selbst wenn ich schliefe,
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Blähen versäumte Präservative
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Sich Luftschiffen gleich
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In meinen Traum.
 
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Stochern muß ich; gib eine Gabel!
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Was sagst du? Halt deine – Schnabel!!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Der Zahnfleischkranke“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
1923
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Der Zahnfleischkranke“ des Autors Joachim Ringelnatz. Geboren wurde Ringelnatz im Jahr 1883 in Wurzen. Im Jahr 1923 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in München. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Moderne oder Expressionismus zu. Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das 95 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 6 Strophen. Der Dichter Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abermals in Zwickau“, „Abgesehen von der Profitlüge“ und „Abglanz“. Zum Autor des Gedichtes „Der Zahnfleischkranke“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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