Der Schnellzug von Paul Boldt

Es sprang am Walde auf in panischem Schrecke,
Die gelben Augen in die Nacht geschlagen. —
Die Weiche lärmt vom Hammerschlag der Wagen
Voll blanken Lärms, indes sie fern schon jagen
 
Im blinden Walde lauert an der Strecke
Die Kurve wach. Es schwanken die Verdecke.
Wie Schneesturm rennt der D-Zug durch die Ecke,
Und tänzelnd wiegen sich die schweren Wagen.
 
Der Nebel liegt, ein Lava, auf den Städten
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Und färbt den Herbsttag grün. Auf weiter Reise
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Wandert der Zug entlang den Kupferdrähten.
 
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Der Führer fühlt den Schlag der Triebradkreise
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Hinter dem Sternenkopfe des Kometen,
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Der zischend hinfällt über das Geleise.

Details zum Gedicht „Der Schnellzug“

Autor
Paul Boldt
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
1914
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Der Schnellzug“ des Autoren Paul Boldt. Im Jahr 1885 wurde Boldt in Christfelde bei Preußisch-Friedland (Westpreußen) geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1914 zurück. Der Erscheinungsort ist Leipzig. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht den Epochen Moderne oder Expressionismus zuordnen. Die Richtigkeit der Epochen sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 99 Worte. Die Gedichte „Berlin“, „Berliner Abend“ und „Capriccio“ sind weitere Werke des Autoren Paul Boldt. Zum Autoren des Gedichtes „Der Schnellzug“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 43 Gedichte vor.

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