Der Osterhase von Karl Rudolf Hagenbach

Der Has, der Has, der Hase,
Hat uns gelegt im Grase
Viel Eilein, gelb und roth,
Will hinter Stauden und Hecken
Er eilig sich verstecken,
So hat es keine Noth,
Wir suchen ihn im Grase,
Da liegt er schon, der Hase.
 
Auf bunten grünen Matten
10 
Guckt er aus jungem Schatten
11 
Des Blüthenbaums hervor,
12 
Hier bei den Tulpenbeeten,
13 
Dort hinter den Staketen,
14 
Bei’m hohen Gartenthor,
15 
O kommt, o kommt zu schauen,
16 
Die bunten, die grünen, die blauen.
 
17 
Im jungen Tannenwuchse,
18 
Im hohen, schlanken Buchse,
19 
Dort bei dem Veilchenstrauch,
20 
Hier in dem weichen Moose,
21 
Links vor der Maienrose
22 
Liegt gar ein schönes auch,
23 
Drei, vier, fünf, sechs dahinten
24 
Dicht bei den Hyazinthen.
 
25 
Gefunden sind nun alle,
26 
„Daß kein’s zur Erde falle,
27 
Nehmt Kinder! euch in Acht;
28 
Denn wenn zerbricht die Schale,
29 
Seid ihr mit einem Male
30 
Um alle Lust gebracht,
31 
Drum legt sie sacht ins Bettchen,
32 
Ins weiche Eierkrättchen.“
 
33 
Zu süßen Osterfladen
34 
Sind wir nun eingeladen,
35 
Schon ist das Mahl bereit,
36 
Da lassen wir uns schmecken
37 
Die Fladen und die Wecken
38 
In aller Herrlichkeit:
39 
Vivat die Osterfeier,
40 
Die Fladen und die Eier!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.4 KB)

Details zum Gedicht „Der Osterhase“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
40
Anzahl Wörter
182
Entstehungsjahr
1846
Epoche
Biedermeier,
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Der Osterhase“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Karl Rudolf Hagenbach. Im Jahr 1801 wurde Hagenbach in Basel geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1846 zurück. In Basel ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das 182 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 40 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Weitere Werke des Dichters Karl Rudolf Hagenbach sind „Die schweizerischen Geschichtsforscher“ und „Trommellied“. Zum Autor des Gedichtes „Der Osterhase“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Karl Rudolf Hagenbach (Infos zum Autor)