Der Lenz von Carl Streckfuß

Ein junger Lenz prangt auf der Flur umher,
Ein reges Leben dringt aus allen Zweigen,
In frohem Jubel seh’ ich Lerchen steigen
Und bade mich in lauer Lüfte Meer.
 
Zum Himmel schwingt der Geist sich hoch und hehr,
Dem alle Wonnen sich vom Himmel neigen.
Des Frühlings lachende Gestalten zeugen
Ein schönes Seyn, von jeder Sorge leer.
 
Bald aber senkt der Lenz sein Haupt darnieder,
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Nach Sommers Schwüle, nach des Herbstes Kraft,
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Erstarrt die Flur im Winter schauderhaft.
 
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Dann kehr’ ich fröhlich in mein Innres wieder,
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Da lacht ein Lenz, erzeugt vom Gott der Lieder,
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Der ewig kräftig junge Blumen schafft.

Details zum Gedicht „Der Lenz“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
101
Entstehungsjahr
1804
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Der Lenz“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Carl Streckfuß. Der Autor Carl Streckfuß wurde 1778 in Gera geboren. 1804 ist das Gedicht entstanden. Wien ist der Erscheinungsort des Textes. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text den Epochen Klassik oder Romantik zugeordnet werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das 101 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Der Dichter Carl Streckfuß ist auch der Autor für Gedichte wie „Beruf“, „Bey der Hochzeit des Hrn. Schultz“ und „Das Gastmahl des Theoderich“. Zum Autoren des Gedichtes „Der Lenz“ haben wir auf abi-pur.de weitere 50 Gedichte veröffentlicht.

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