Reiters Morgengesang von Wilhelm Hauff

Morgenrot,
leuchtest mir zum frühen Tod?
Bald wird die Trompete blasen,
dann muß ich mein Leben lassen,
ich und mancher Kamerad!
 
Kaum gedacht,
war der Lust ein End gemacht!
Gestern noch auf stolzen Rossen,
heut durch die Brust geschossen,
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morgen in das kühle Grab.
 
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Ach, wie bald
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schwindet Schönheit und Gestalt!
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Thust du stolz mit deinen Wangen,
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die wie Milch und Purpur prangen?
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ach, die Rosen welken all!
 
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Und was ist
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aller Menschen Freud und List?
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Unter Kummer, unter Sorgen
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sich bemühn von frühem Morgen
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bis der Tag vorüber ist.
 
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Darum still
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füg ich mich, wie Gott es will!
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Und so will ich wacker streiten,
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und sollt ich den Tod erleiden,
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stirbt ein braver Reitersmann.

Details zum Gedicht „Reiters Morgengesang“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
25
Anzahl Wörter
115
Entstehungsjahr
1802 - 1827
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Reiters Morgengesang“ des Autoren Wilhelm Hauff. Der Autor Wilhelm Hauff wurde 1802 in Stuttgart geboren. Zwischen den Jahren 1818 und 1827 ist das Gedicht entstanden. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zu den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zu. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das 115 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 25 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Wilhelm Hauff ist auch der Autor für Gedichte wie „Soldatenliebe“, „Ihr Auge“ und „Vom Turme, da ich oft gesehen“. Zum Autoren des Gedichtes „Reiters Morgengesang“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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