Der Himmel von Johann Gottfried Herder

Dünste steigen auf und werden
In den Wolken Blitz und Donner
Oder Regentropfen.
 
Dünste steigen auf und werden
In dem Haupte Zorn und Unmuth
Oder werden Thränen.
 
Freund bewahre deinen Himmel
Vor dem Dunst der Leidenschaften;
Deine Stirn sei Sonne.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.5 KB)

Details zum Gedicht „Der Himmel“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
9
Anzahl Wörter
40
Entstehungsjahr
1787
Epoche
Sturm & Drang,
Klassik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der Himmel“ ist Johann Gottfried Herder. Im Jahr 1744 wurde Herder in Mohrungen (Ostpreußen) geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1787 entstanden. Erschienen ist der Text in Gotha. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Sturm & Drang oder Klassik kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Herder ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen.

Die Epoche des Sturm und Drang ist eine Strömung in der deutschen Literaturgeschichte, die häufig auch als Genieperiode oder Geniezeit bezeichnet wird. Die Literaturepoche ordnet sich nach der Epoche der Empfindsamkeit und vor der Klassik ein. Sie lässt sich auf die Zeit zwischen 1765 und 1790 eingrenzen. Der Sturm und Drang war die Phase der Rebellion junger deutscher Autoren, die sich gegen die Prinzipien der Aufklärung und das gesellschaftliche System wendeten. Die Autoren des Sturm und Drang waren zumeist Schriftsteller jüngeren Alters, häufig unter 30 Jahre alt. In den Gedichten wurde darauf geachtet eine geeignete Sprache zu finden, um die persönlichen Empfindungen des lyrischen Ichs zum Ausdruck zu bringen. Die traditionellen Werke vorheriger Epochen wurden geschätzt und dienten als Inspiration. Aber dennoch wurde eine eigene Jugendkultur und Jugendsprache mit kraftvollen Ausdrücken, Ausrufen, Wiederholungen und Halbsätzen geschaffen. Mit seinen beiden bedeutenden Vertretern Goethe und Schiller entwickelte sich der Sturm und Drang weiter und ging in die Weimarer Klassik über.

Das vorliegende Gedicht umfasst 40 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 9 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Johann Gottfried Herder sind „Das Glück“, „Das Kind der Sorge“ und „Das Orakel“. Zum Autor des Gedichtes „Der Himmel“ haben wir auf abi-pur.de weitere 412 Gedichte veröffentlicht.

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